19 Mai 2017

Geschnitzt und genutzt mit Genuß

Was die kleinen Herren zu Ostern bekommen hatten, darüber hatte ich hier berichtet. Seither wurden die Sachen immer mal wieder emsig genutzt. 

 

Sogar die Pausen, wenn wir mit dem Hund unterwegs waren, wurden zum Schnitzen genutzt.

 

Am Ende hatte Sohn2 mit viel Geduld und Spucke mittels seines Schnitzmessers ein Erstlingswerk vollbracht.

 

Dieses wurde liebevoll und ausdauernd mit Olivenöl eingerieben.

 

Nachdem er auch seinen Quark selbst zusammen gerührt hatte, sah ich ihm lächelnd zu, wie er diesen genüßlich auslöffelte. "Mami, das schmeckt so gut! Ob das an meinem Löffel liegt?!" 

Ganz bestimmt, mein Herz. Dinge, die man mit  eigenen Händen mühevoll macht, erfüllen einen mit Stolz, denn sie bekommen so einen ganz besonderen Wert. 

Wann immer ich diesen kleinen, schmalen Joghurt-Löffel spüle, reibe nun auch ich ihn mit Öl ein. Auf daß er uns noch viele Jahre erhalten bleiben möge.

 

Inzwischen wurde das Schnitzequipment um dieses Teil mit beidseitigem Anschliff erweitert. Er dient dazu, bequem ein Stück Ast zum Löffel auszuhöhlen. Für Ungeübtere empfiehlt sich der einseitige Anschliff, wo die Verletzungsgefahr nicht ganz so groß ist. 

Kommentare:

  1. Viele Jahre, liebes Pünktchen, gab es in unserer Familie einige Hocker, deren vier 'Beine' mein Vater, als er - fern der Heimat - aus der Kriegsgefangenschaft nach Schleswig-Holstein entlassen wurde, mit dem Taschenmesser geschnitzt hatte. Die Säge für den Sitz mußte er sich ausleihen, weil er keine eigene mehr besaß.
    Als ich Kind war, hatte jeder Junge ein Taschenmesser, oft vom Großvater geerbt, in der Hosentasche und wußte damit umzugehen.
    Dieses Erstlingswerk, den Joghurtlöffel, würde ich auch in Ehren halten und Dein Sohn kann sehr stolz darauf sein. Natürlich schmeckt jede Leckerei von diesem Löffel noch besser. Und ich werde mal ausprobieren, was mit meinem Holzlöffel passiert, wenn ich ihn mit Olivenoel einreibe.
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Liebe Edith,
      bei uns in der Familie gab es den Luxus eines "Schnitzmessers" nicht. Mitunter wurde das Küchenmesser zweckentfremdet. Ich erinnere mich daran, wie aus der heruntergeschälten Rinde der Haselruten unglaublich schöne Körbe geflochten wurden. Zwei dieser wunderschönen Körbe stehen hier - eines von meinem Onkel, eines von meinem Vater. Ich halte sie in Ehren. Not machte mitunter sehr erfinderisch. Liebe Grüße

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  2. Das ist eine wundervolle Schnitzerei und so eine schöne Beschäftigung. Ich stelle mir das so toll vor, dazusitzen und tagträumen und nebenbei zu schnitzen. Der Löffel ist wunderschön und verdient es, jeden Tag mit Öl eingerieben zu werden.
    Von Herzen
    Susanne

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    1. Ja, in der Tat Susanne. Sogar ich habe immer mal wieder ein Ründchen geschnitzt - einfach so. Liebe Grüße

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  3. Einfach toll!
    Und natürlich schmeckt mit dem selbstgeschnitzten Löffel alles viel besser... Wie lieb von dir, dass du ihn jetzt auch immer einölst (gibt es dieses Wort? Das sieht so komisch aus....)
    Auf jeden Fall wird der Löffel so sehr lange halten.
    Will Sohn1 nicht auch so einen Löffel haben??

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    1. Sohn1 schnitzt auch, aber der konnte sein Werk noch nicht vollenden, weil ein anderes Projekt dazwischen kam. Ein älterer aber sehr guter Drucker, den mein Mann und ich partout nicht mehr ans Laufen bekamen und der Entschluß schon stand diesen schweren Herzens zu entsorgen (die Reperaturkosten waren viel zu hoch), wurde von ihm auseinander genommen. Was soll ich sagen: mit Geduld und Spucke scheint manches möglich: er hat ihn wieder einwandfrei zum Laufen gebracht. Wir sind alle sehr stolz auf seine Arbeit. Wirklich beeindruckend.

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    2. Ist ja klasse!!!
      Mein Sohn ist auch so einer. Was der schon als Kind repariert hat...
      Es freut mich, dass deiner das geschafft hat und auch, dass er das bei euch "ausleben" darf. Wie viele Eltern würden sagen: "Ne, lass mal, dazu bist du noch zu klein."
      Er kann wirklich stolz auf sich sein und ihr auf ihn :)

      Und dass du wegen Jack aufgwühlt bist, kann ich bestens verstehen...

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  4. Na klar schmeckt von einem selbstgeschnitzten Löffel alles besser. Dein Sohn kann sehr stolz auf sein Erstlingswerk sein. Schnitzen ist ein sehr kreatives Hobby. Der Urgroßvater von meinem Sohn konnte herrlich schnitzen. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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    1. Letztes Jahr habe ich mal einem Profi über die Schulter geschaut. Sehr beeindruckend, was man so alles schnitzen kann. Der hatte natürlich noch so einiges mehr an Werkzeug herum liegen. Liebe Grüße.

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  5. Wunderbar liebes Pünktchen und da schmeckt das Essen doch gleich besser.

    Eine gute Idee, dass du das Schnitzwerk zeigst, ein Senior von mir schnitzt auch sehr viel, allerdings mit dem Taschenmesser und er verletzt sich auch sehr viel dabei.
    Ich werde da mal anregen.

    Lieben Gruß Eva
    ein schönes Wochenende

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    1. Liebe Eva, die Schnitzmesser kann ich wirklich empfehlen. Sie liegen sehr gut in der Hand und man kann ganz wunderbar mit ihnen umgehen.
      Bestimmt kann der Senior auch gut damit umgehen. Liebe Grüße

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  6. Das ist wunderbar! Eine tolle Beschäftigung
    Heute mal gar kein Wort vom Yoshi? Das geht ab ... ich liebe die Posts über ihn.
    Aber ich lese auch gerne über Euch alle.
    Schön, dass es Euch so gut geht
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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    1. Möhrchen..., Yoshi... über die beiden könnte ich Bücher füllen derzeit. Aber ich will Ech alle nicht damit langweilen. Es kommt auch bestimmt bald wieder was dazu. Liebe Grüße.

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  7. Wie cool ist das denn! Wir haben es früher auch mit Mamas Küchenmesser versucht :-)

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