23 März 2017

Ende gut, alles gut!

In den vergangenen Monaten habe ich mit meiner Familie und auch alleine sehr viel Zeit in einem Tierheim verbracht, welches dem Tierschutz angeschlossen ist. Ich habe etliche Hunde dort sehr gut kennen gelernt, in dem ich sie ausgeführt und mich ausgiebig mit ihnen beschäftigt habe. Wir haben uns aufrichtig bemüht, einem Hund von dort ein Zuhause zu geben und haben nun auch die zweite Absage erteilt bekommen. Mein Mann und unsere Freunde schütteln nur noch verwundert die Köpfe. Wir haben bereits im Vorfeld viele skurrile Geschichten von Abgewiesenen gehört, waren aber dennoch stets guter Hoffnung. Es spricht viel Willkür aus dieser Entscheidung. Vielleicht ist es leichter, eine unbekannte Familie aus einem weiter gelegenen Ort abzuweisen, als eine etablierte, feststehende soziale Größe aus der unmittelbaren Nähe des Tierheims. Man kann diese Entscheidung beim besten Willen nicht nachvollziehen. Morgen bin ich ein letztes Mal vor Ort, weil ich mich von dem Hund meines Herzens verabschieden will. Ein Hund aus dem Tierheim wird es für uns nicht mehr werden. Eines von Ebay gewiß auch nicht. Wir werden uns irgendwann einen guten Züchter suchen. Schade, so schade ist das alles. Verstehen kann man das nicht. Bis dahin lecke ich meine Wunden.

18 März 2017

Silentio

Die vergangenen Wochen waren anstrengend. Ein Amok(fehl)alarm mit entsprechendem Polizeigroßeinsatz auf der weiterführenden Schule sorgte für entsprechende Aufregung. Der trockene Husten quält mich. Die Stimme ist weg. Wie gut, wenn Familie da ist, die erste Hilfe leistet mit warmer Milch mit Honig. Bettruhe ist angesagt. Zumindest heute. Morgens geht es zum Tierheim. Zum Glück muß man nicht ständig mit Hunden reden. Nonverbale Kommunikation funktioniert da hervorragend.

Ein schönes, entspanntes Wochenende wünsche ich Euch allen!

17 März 2017

Ein echtes Familienmitglied


 Über ein halbes Jahr ist es her, daß Mautz gestorben ist. 
"Mama, ich bin so froh, daß wir Möhrchen haben. Er hat mich meinen Kummer vergessen lassen. Manchmal habe ich Angst, Mautz zu vergessen."
Wir haben uns alle Bilder, die ich noch auf dem Computer habe, angesehen. Fast zu jedem Bild sind die Geschichten nur so aus uns heraus gesprudelt. Niemand von uns hat irgendwas vergessen. Er war so ein Glücklichmacher - das vergißt man nicht. 
 

Möhrchen - im Stillkissen-Nest. Ganze Nächte ist er fort und kommt halb zerfleddert zurück. Die Kampspuren allein sind schon beeindruckend.

Möhrchen lebt seit Oktober 2016 bei uns. Er hat sich von einer reißenden Wildkatze

 

zu einem ganz sanften Katerchen verwandelt. Wenn ich darüber nachdenke, wie alles gekommen ist, dann würde ich sagen: "Uns ist ein echter Glücksfall passiert."  Es gibt viele Rituale mit ihm, die uns den Alltag versüßen. 



Jedes Mal, wenn er rein kommt, wird er auf den Arm genommen, geknuddelt, geherzt, auf den Kopf geknutscht. Und jedes mal begrabe ich meine Nase in seinem unfaßbar dichten Fell und nehme einen ganz tiefen Schnuff von ihm. Er riecht sooooo lecker! Inzwischen genau so lecker wie auch sein Bruder immer gerochen hat. Dieser Duft, ein intensives Gemisch von frisch gewaschener Wäsche und Babymixtur, ist so betörend. Ich muß das riechen, weil es so unerhört gut tut, weil es beruhigt irgendwie und auch glücklich macht. 


Neuerdings "spricht" er ausdauernd mit uns. So herzig ist er!

 

Er hat uns mit seinem ganzen Wesen verzaubert. Mautz zu verlieren war furchtbar. Möhrchen hat unsere Wunden wieder heilen lassen. Er ist ein toller Kerl, ein echtes Familienmitglied eben.